Fasten im Wandel der Zeit

Fasten früher und heute

Nach der ausgelassenen Karnevalszeit beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Wie schon aus dem Wortstamm „Carne“ für Fleisch und „vale“ für leer zu deuten ist, waren bei unseren Vorfahren in diesem Zeitraum die Fleischlager leer und man übte Verzicht.

Was bedeutet eigentlich Fasten?

Für Christen hat die Fastenzeit eine tiefgründigere Bedeutung. In der Fastenzeit erinnern wir uns an Jesus Christus, der 40 Tage in der Wüste ausgeharrt hat und den Versuchungen des Teufels widerstanden hat.

In der heutigen Zeit greifen wir dieses Bild beim Fasten auf und widerstehen selbstgewählten Verführungen des Alltags. Viele Menschen fahren in dieser Zeit kein oder weniger Auto, kaufen bewusster ihre Lebensmittel, verzichten auf Plastikmüll oder leben in einer anderen Form bewusster.

Ursprünglich – und dieser Brauch hat sich bis heute erhalten – wird 40 Tage auf Fleisch verzichtet. Denn Fleisch ist seit je her ein sehr wertvolles Lebensmittel und eignet sich deshalb besonders gut zum Fasten. Doch Fasten ist keine Egoschiene, bei der es nur um mich geht. So war die grundlegende Idee des Fastens, dabei auch an die Mitmenschen zu denken und sich solidarisch zu zeigen: die eingesparten Lebensmittel oder das gesparte Geld wurden und werden oftmals an bedürftige Menschen gespendet.

Fasten & Kunst

Das von dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor 1976 ins Leben gerufene Kunstprojekt „Hungertuch“ greift diesen Gedanken der Armen und Reichen Erdenbewohner auf. Im Rhythmus von 2 Jahren stellen die Kirchen ein Bild aus, das den Betrachter zur Einkehr, zur Meditation oder auch zum Dialog einladen soll.

Fastentuch
Hungertuch 2017/18, Titel: „Ich bin, weil Du bist“, Künstler Chidi Kwubiri

Werde Stark durch Verzicht

Wer jetzt denkt, Fasten hat nur etwas mit Verzicht oder Beschränkung und Einengung tun, liegt falsch. Denn gerade der bewusste Verzicht bedeutet, ein neues Stück innerer Freiheit neu zu gewinnen. Natürlich ist dabei aller Anfang schwer, doch gerade das Bergfest, das in der Hälfte der Fastenzeit liegt, ist für die Fastenden ein sehr besonderer Tag. So sind die Tage zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag ganz besondere Tage im Jahr. Die Tage des (sich) Wandelns und der inneren Stärkung.

Wir von bekoemmlich-essen.de möchten Sie genussvoll mit unseren Rezepten durch die Fastenzeit führen. Denn Verzicht auf Fleisch bedeutet nicht Verzicht auf Genuss. Vielmehr ist es eine schmackhafte Veränderung und Bereicherung auf Ihrem Teller.

Pastoralreferentin Judith Schwickerath & Andreas Geldmacher
Pastoralreferentin Judith Schwickerath & Andreas Geldmacher

Ich danke ganz herzlich Frau Schwickerath vom Bistum Trier für die Erläuterungen und Gedanken zu diesem Thema.

Das MISEREOR-Hungertuch 2019/2020 „Mensch, wo bist du?“ von Uwe Appold © MISEREOR https://fastenaktion.misereor.de/fastenaktion-hungertuch
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