Kampot Pfeffer

Gewürzkultur aus Kambodscha

Hochwertig, edel und geschmacksintensiv. Diese drei Attribute beschreiben den Kampot Pfeffer wohl am treffendsten. Die erlesenen Pflanzen werden nur in den kambodschanischen Regionen „Kep“ und „Kampot“ angebaut. Nach der Trocknung entsteht ein Gewürz mit einem einzigartigen Aroma. Bei Spitzenköchen weltweit, ist ein regelrechter Trend um die Kampot Beere ausgebrochen. Der leicht scharfe, aber dennoch süßliche Geschmack bringt das gewisse Etwas in die Sterneküche.

Kampot Pfeffer ist eine echte Rarität. Er wird unter strengen Regeln biologisch angebaut und muss alle Gütekriterien erfüllen. Wachsen kann er ausschließlich auf mineralhaltigen, trockenen Böden. Nur so erhält die Beere ihre wertvollen Inhaltsstoffe.

Rote Pfefferkörner an der Traube
FOTO ©Uncle’s Pepperfarm

Echter Kampot Pfeffer ist sehr viel teurer, als das herkömmliche Pfefferkorn. Dies ist der begrenzten Verfügbarkeit und der aufwendigen Herstellung geschuldet. Außerdem erhält der Kunde mit dem Pfefferkorn ein Stück kambodschanische Tradition.

Die Geschichte des Kampot Pfeffers

Die Anpflanzung des Kampot Pfeffers hat in Kambodscha eine lange Vergangenheit. Bereits im Jahre 1870 begann die Karriere des kleinen Geschmackswunders.

Damals wurde die Pfefferproduktion wegen des Sultans von Aceh, von Indonesien nach Südostasien verlegt. Dort brachte sie dem Land einen wirtschaftlichen Aufschwung. Etwa die Hälfte des angebauten Pfeffers wurde nach Frankreich exportiert.

Seither gibt es immer Mal wieder gute und schlechte Zeiten für die Pfefferpflanze. Oft erschüttern politische Entscheidungen den Anbau. Nichts desto trotz, hat sich die Tradition bis heute durchgesetzt. Es werden noch immer etwa 60 Tonnen Kampot Pfeffer in der Region gewonnen. Dabei unterliegt die Anpflanzung je her strenges Regeln.

Besonderheiten im Anbau

Jeder kleinste Schritt auf dem Weg zum fertigen Pfefferkorn wird von der KPPA (Kampot Pepper Promotion Association) festgelegt. Dabei handelt es sich um eine Gesellschaft, die sich einzig dem traditionellen Umgang und der Vermarktung dieses besonderen Pfeffers widmet.

Pfeffer wird von Frau geerntet.
FOTO ©Uncle’s Pepperfarm

Die Bauern befolgen bestimmte Hygieneanweisungen und Vorschriften zur Trocknung. Sie dürfen nur auf natürliche Düngemittel wie Fledermauskot oder Rinderknochen zurückgreifen. Jedes einzelne Pfefferkorn wird in Handarbeit geerntet und geprüft. Ein langer und aufwendiger Prozess, den die Bauern mit größter Sorgfalt betreiben. Am Ende schaffen es nur die besten Früchte zum Verbraucher.

Diese aufwendige Prozedur muss natürlich auch finanziert werden. Ein Kilo des Gewürzes kostet rund 200 Euro. Im Vergleich dazu kostet herkömmlicher Pfeffer nur einen winzigen Bruchteil. Echte Liebhaber zahlen gerne mehr, denn sie wissen das besondere Aroma und die herausragende Güte des Kampot Pfeffers zu schätzen.

Alles für den Gaumen

Alle strengen Regeln von Anbau bis Ernte folgen nur einem Ziel: Der beste Geschmack. Der Pfeffer wird als 5-8 cm lange Pfeffertrauben geerntet. Der Pfeffer wird nach der Ernte ausschließlich im ganzen Korn verkauft, denn nur wenn der Endverbraucher ihn frisch mahlt oder mörsert , entfaltet er sein ganzes Aroma. Es gibt den Kampot Pfeffer in der roten, grünen, schwarzen und weißen Variante. Der Reifegrad bestimmt die Farbe.

Einzelne rote Pfefferkörner werden sortiert.
FOTO ©Uncle’s Pepperfarm

Alle Sorten unterscheiden sich etwas, die Hauptnote bleibt allerdings gleich. Sie ist fruchtig-süß kombiniert mit einer sanften Schärfe. Dadurch sorgt der Pfeffer für ein wohlig warmes Mundgefühl. Er passt zu vielen Gerichten. Ob geschmortes Gemüse oder eine kräftige Sauce, sie alle profitieren vom besonderen Aroma. Der Pfeffer rundet auch süße Desserts mit Schokolade oder Vanille ab. Aber das ist noch nicht Alles, was die kleine Beere leisten kann.

Macht Kampot Pfeffer gesund?

Der gesundheitliche Aspekt ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Schon seit dem Mittelalter wird dem Pfeffer eine heilende Wirkung nachgesagt. Dabei ist das Niesen, beim riechen des Pfeffers, sogar ein gutes Zeichen. Er enthält nämlich Piperin. Dieser Inhaltsstoff reizt zwar die Schleimheute, aber dafür ist er sehr gesund. Piperin regt die Verdauung an und wärmt den Körper von Innen.

Daneben sind ätherische Öle enthalten, die entzündungshemmend auf den Körper wirken. Die Schärfe sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen und kann uns damit ein schönes, entspanntes Gefühl verschaffen. Dabei spielt es für die Gesundheit ebenfalls eine Rolle wie der Pfeffer gewonnen wird. Die sorgfältige Ernte und der beispiellose Umgang mit den Beeren des Kampot Pfeffers, wirkt sich positiv auf die Inhaltsstoffe aus.

All diese Besonderheiten machen den Kampot Pfeffer zu einem erstklassigen Begleiter in der Küche. Er ist nicht nur ein Gewürz, sondern Teil der kambodschanischen Kultur und Philosophie.


Fachlich unterstützt durch: Uncle’s Pepperfarm

Pfeffer im Glas von Uncle’s Pepperfarm
FOTO ©Uncle’s Pepperfarm
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